Jennifer Allenstein
Praxis für Homöopathie
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Was ist Homöopathie eigentlich?

Die klassische Homöopathie ist eine eigenständige Therapieform mit klar definierten Gesetzen und eigenen Arzneimitteln. Sie ist eine sanfte und zugleich tiefe Heilmethode, die auf einen großen Wissensschatz aus rund 200 Jahren Heilerfahrung zurückgreifen kann. Die Homöopathie therapiert den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Sie sieht Krankheit als eine Verstimmung der Lebenskraft und Symptome als eine Folge dessen.

 


Wie funktioniert die Homöopathie?

Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt’. Diese Regel wurde vom Begründer der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann, aufgestellt und gibt das Grundprinzip der Behandlungsweise wieder. Sie bedeutet: Was einen gesunden Menschen krank macht, kann einen kranken Menschen heilen. Oder anders ausgedrückt: Dieselbe Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, kann Ähnliches bei einem Kranken lindern.
So kann das Schneiden einer Küchenzwiebel bei einem gesunden Menschen tränende Augen und eine laufende Nase hervorrufen. Bei einem erkrankten Menschen mit genau diesen Symptomen kann die Küchenzwiebel (Allium cepa) als homöopathisches Mittel diese Symptome nehmen.
Man kann die Homöopathie auch als Reiztherapie bezeichnen, da die homöopathischen Arzneimittel die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert bzw. in die richtigen Bahnen lenkt.

 


Was sind homöopathische Arzneimittel?

Die Ausgangssubstanzen für homöopathische Arzneimittel entstammen in erster Linie dem Pflanzen-, Mineral- und Tierreich. Sie werden ohne Tierversuche hergestellt und haben keine chemischen Nebenwirkungen. Homöopathische Arzneimittel werden meist als ‚Urtinktur’ gewonnen und dann stufenweise verdünnt. Bei jedem Verdünnungsschritt wird die Arznei kräftig verschüttelt und erst durch dieses ‚Potenzieren’, wie Hahnemann es nannte, bekommt die Arznei ihre Wirkungskraft. Wie kann man sich das vorstellen? Durch das Verschütteln wird von außen Energie zugeführt und der Informationsgehalt der Arznei wird auf das Verdünnungsmedium Wasser/Alkohol übertragen. Das Wasser ‚merkt’ sich nun die Information der Pflanze, des Tieres oder des Minerals und speichert diese. Deswegen: Je höher ein Arzneimittel verschüttelt wurde, desto größer ist die Wirkung. Hieraus ergeben sich nun die verschiedenen Potenzen der homöopathischen Arzneimittel. Welche die richtige Potenz für Sie ist, entscheidet sich nach Ihrem Krankheitsgeschehen.

 


Was ist ein Komplexmittel?

Ein Komplexmittel ist ein Gemisch aus einer Anzahl verschiedener homöopathischer Arzneimittel. Das Verschreibungsprinzip entspricht hier dem der Schulmedizin: Bestimmten Leiden werden bewährte Mittel zugeordnet. Das eigentliche Prinzip der Homöopathie, die Individualisierung, wird hier der Einfachheit halber weggelassen. Entsprechend sind die Ergebnisse der Komplexmittel-Homöopathie meist unerfreulich. Klassisch arbeitende Homöopathen verwenden diese Mittel nie.

 


Wie verläuft eine homöopathische Behandlung?

An erster Stelle steht immer eine ausführliche Befragung des Patienten, die Erstanamnese, die 1-2 Std. dauern kann. In der Homöopathie sind besonders die Symptome wertvoll, die gerade diesen Patienten von allen anderen mit der ‚gleichen Krankheit’ unterscheiden und die damit seine Individualität betonen. Die Symptome müssen nicht unbedingt typisch für diese Krankheit sein. So fragt der Homöopath neben den körperlichen Symptomen auch nach geistigen Symptomen, nach Gemütsregungen wie Angst, Wut oder Eifersucht. Bei den körperlichen Symptomen ist vor allen die Qualität interessant, z.B. handelt es sich um einen stechenden, hämmernden oder klopfenden Schmerz. Auch Reaktionen auf Umwelteinflüsse wie Wärme und Kälte und Allgemeinsymptome wie Schlaf- und Essverhalten sind für den Homöopathen von Interesse. Die Gesamtheit der Symptome geben dem homöopathischen Therapeuten das Bild eines individuellen Patienten. Je informativer die Befragung verläuft, desto klarer kann die Arzneimittelwahl sein. Der weitere Verlauf der Behandlung hängt stark vom Krankheitsbild des Patienten ab und muss ebenfalls individuell entschieden werden. Generell ist aber eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und dem Therapeuten gut. Eine aufmerksame Selbstbeobachtung und ein regelmäßiger Austausch mit dem Homöopathen erleichtern oft die Folgebehandlung.

 


Welche Krankheiten lassen sich durch Homöopathie behandeln?

Prinzipiell ist die Homöopathie eine universelle Heilungsmethode mit einem sehr weiten Wirkungsspektrum. Akute Krankheiten wie Mittelohrentzündungen, Blasenentzündungen, Kinderkrankheiten, Erkältungen sprechen in der Regel sehr schnell auf ein richtig verordnetes homöopathisches Mittel an. Chronische Vorgänge wie Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma oder Magen-Darm-Krankheiten benötigen je nach Zustand des Patienten mehr Geduld. Doch gerade Krankheiten, die in der Schulmedizin als schwer oder gar nicht beeinflussbar gelten, lassen sich mit Homöopathie erfolgreich behandeln. Natürlich hat die Homöopathie auch ihre Grenzen. Sie ersetzt keinesfalls Chirurgie oder Notfallmedizin. Doch auch hier kann sie unterstützend wirken. Ein Zusammenwirken von konventioneller Medizin und Homöopathie kann in einigen Fällen sehr sinnvoll sein. Dies sollte in Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Patienten abgesprochen werden.

 


Kann ich mich mit Homöopathie auch selbst behandeln?

Die Selbstbehandlung mit Homöopathie ist für Laien sehr begrenzt. Es gibt einige wenige Indikationen, die in der Selbstbehandlung erfolgreich verlaufen können. Hierzu gehört z.B. Arnika bei Verletzungen oder Apis bei Insektenstichen mit starker Schwellung. Doch schon bei leichten Erkältungen wird es kompliziert, denn hier greift das Prinzip der Individualisierung. Keine Erkältung gleicht einer anderen. Es müssen die individuellen Symptome und das ‚Besondere’ der Erkrankung herausgearbeitet werden. Dem gegenüber stehen dann hunderte von in Frage kommenden Arzneimitteln. Ein Laie wäre hiermit völlig überfordert und nur frustriert von dem Ergebnis. Deswegen: Homöopathie gehört in Hände gut ausgebildeter Therapeuten.

 


Warum ist die Homöopathie gerade für Kinder so gut?

Kinder reagieren besonders schnell und tief auf homöopathische Arzneimittel. Dies mag daran liegen, dass ihr Organismus noch relativ frei von Vergiftungen und den Belastungen durchs Alter sind. Ob Kinderkrankheiten oder chronische Geschehen die Erfolge der Homöopathie sind bei Kindern außerordentlich erfreulich. Außerdem hilft die homöopathische Behandlung den Kindern, anstehende Entwicklungsschritte zu meistern und sich seelisch und körperlich gesund zu entwickeln. Sie ist somit eine wirkliche Vorsorge für eine möglichst gesunde Zukunft der Kinder.

 


 

Haben Sie noch weitere Fragen zur homöopathischen Behandlung?
Bitte rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Email unter dem Stichwort "Homöopathie-Frage".

 


 

 

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